ELYSION

INTERKONFESSIONELLER FRIEDHOF, WEINSTADT (D), 1998

Der Friedhof als Spiegel der Gesellschaft - ist das Leben ein sich ständig erneuernder Kreislauf, so ist die Geburt der Eintritt in diesen Kreis und der Tod nur der Abschied aus diesem Reigen.

Unabhängig von Religiösität oder kultureller Herkunft - die Menschen leben heute zusammen in einem Land, einer Stadt oder einem Freundeskreis, sie respektieren einander. In logischer Fortsetzung dieses Gedankens sollte ein Friedhof der Gegenwart dieser Idee folgen und die gesellschaftliche Realität widerspiegeln.

ELYSION

INTERKONFESSIONELLER FRIEDHOF, WEINSTADT (D), 1998

Der Tod als absolutes Ende eines einzelnen Lebens war und ist unausweichlich, doch übergreifend besteht eine Hoffnung, daß man durch den Tod nur in eine andere Daseinsform übergeht oder man zumindest für die eigenen Leistungen Rechenschaft ablegen wird.

Der „andere Ort“ unterscheidet sich vom irdischen Diesseits und wird sinnbildlich nur durch den Fluß des Vergessens getrennt. Ein Friedhof ist ein Ort wider das Vergessen, er gibt die Möglichkeit Jenseits und Diesseits räumlich einander zusammenzubringen und durch Brücken die Einnerung wieder herzustellen. Am Ende des Weges befindet sich das paradiesische Elysion, eine Parkinsel im Park, als Ort des Verweilens, des Treffens und Abschiednehmens.

ELYSION

INTERKONFESSIONELLER FRIEDHOF, WEINSTADT (D), 1998

MITARBEIT IM ATELIER:
SANCHIT SONI

VISUALISIERUNGEN:
HH-VISION FRANKFURT/M. + KÖLN

ELYSION

INTERKONFESSIONELLER FRIEDHOF, WEINSTADT (D), 1998

“Am Ende des Weges befindet sich das paradiesische Elysion,
eine Parkinsel im Park, als Ort des Verweilens, des Treffens und Abschiednehmens.”

ELYSION
INTERKONFESSIONELLER FRIEDHOF, WEINSTADT (D), 1998
Ton